frau-stolz-menstruation

In meinen Blogbeiträgen: Schamgefühl – wo kommt es her?Schamgefühl & Beschämt werden unnd Wie mich die Beschämung entwurzelt habe ich mich mit dem Wort Scham beschäftigt und den unterschieden zwischen Schamgefühl und Beschämt werden. Ich schäme mich für die Menstruation. Und weiter geht es mit den Schamlippen und dem Schamhügel… 

Und plötzlich (wie das oft bei meinen Menstruations-kreativ-Schüben passiert) hab ich mich gefragt was denn das Gegenteil vom Scham ist. Was ist wenn ich mich nicht mehr für meine Menstruation schäme? Wie kann denn das gehen?

Stolz bedeutet, dass ich mich über etwas, das ich besitze freue. Freust du dich über die Menstruation oder ist es etwas das du verstecken willst? Wofür du dich schämst?

 

Stolz ist das Gegenteil von Scham.

Sind wir Frauen Stolz auf die Menstruation? Ich war nicht Stolz auf mein Blut. Ich bin nicht aufrecht gegangen und hab mich in meiner Größe gezeigt. Lieber ducken, verstecken und schauen das es ja niemand mitbekommt.

Mir ist es so ein Anliegen, dass wir Frauen aufrecht gehen und uns zeigen. Ich glaube daran, dass wenn ich mein Blut annehme, zu mir nehme und sage „ja, sie ist ein wichtiger und erfreulicher Teil von mir“ das dies große Auswirkung auf mein restliches Leben hat.

Das sich nicht zeigen und sich ducken ist doch so klassisch für uns Frauen. Jede Frau hat ihren eigenen inneren Ruf und ihre innere Weisheit. Sehen wir die im Alltag? Sehen wir die bei uns selbst? Bei der Freundin?

Mit Stolz das MenstruationsBlut herzeigen… Unvorstellbar… Wäh das ist ja grauslich…

 

Wie ist der Weg der Veränderung?

Diese Einstellung kann jede Einzelne von uns verändern. Wir sind zwar so sozialisiert aber wir haben die Fähigkeit Einstellungen zu verändern.

Wie ist das möglich?

1. ERKENNEN
Als erstes ist es wichtig zu erkennen. Anerkennen, dass ich mich ekle und das ich mich für meine Menstruation schäme und sie ablehne.

2.ÜBERWINDEN
Diese Gefühle dasein lassen. nichts damit tun. Sie nicht weiterführen. Keine Geschichten daraus machen. Sie anerkennen.

 

3. ENTFALTEN
Dann das Gegenteil erkennen, die Freude, das Stolz sein, das Willkommenheißen. Diese Gefühle pflegen und entfalten indem ich mir Schritt eins und zwei immer wieder bewusst mache.

4. ERHALTEN
und dann Zeit zu investieren das neue Gefühl zu erhalten, indem ich es wahrnehme und anerkenne.

 

 

Ich glaube daran das meine Veränderung die Gesellschaft verändert. Wer und wie denn sonst?

Was meinst du dazu? schreib unterhalb ein Kommentar.
herzliche Grüße
Kathrin

Veränderungsschritte inspiriert aus: Ayya Khema (2003): Ich schenke euch mein Leben. S.149
Foto: pixabay.com

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.