Die Menstruation hilft mir, mich lebendig zu fühlen

Jetzt sin des 2 1/2 Jahre her das ich über das Thema Menstruation geschrieben habe. Liegt daran, dass ich in den letzten 6 Jahren kaum menstruiert habe, weil ich zwei Kinder ausgetragen und dann gestillt habe. Jetzt menstruiere ich wieder und das Thema ist präsenter als je zuvor.

Kinder als Grund für (keine) freie Menstruation

Gerade sitze ich bei strömenden Regen gut geschützt bei mir zu Hause in St. Andrä-Wördern. Blut fließt aus meiner Yoni und es gut so. Ich habe mich gefragt wie es sein wird, nach so langer Zeit wieder zu bluten. Die ersten Zyklen habe ich sie mit dem Menstruationstasse „weggemacht“. Meinte das freies menstruieren mit Kindern nicht geht und sie daher weg muss.

Dann hat alles wieder in mir geschriehen: „Die Kappe muss raus! Das geht nicht.“ Dann spürte ich wieder wie das Blut raus fließt. Meist ins Klo.

Schreib über die Menstruation

Ich hab mit der MenstruationsArbeit mit der zweiten Schwangerschaft aufgehört, weil es sich wirklich absurd angefühlt hat, nicht zu menstruieren und in dem Bereich tätig zu sein. Jetzt wo ich wieder menstruiere fühlt sich diese Pause so richtig stimmig an. Doch seit Tagen schreit es in mir: „Schreib über die Menstruation! Wirf deinen Blog wieder an! Du sollst schreiben!“

Ich habe 2012 begonnen zum Thema Menstruation zu schreiben, weil ich kaum Blogartikeln gefunden habe, wo Frauen darüber schreiben wie es ihnen mit der Menstruation geht. Nach einiger Zeit bin ich drauf gekommen, dass ich über die Menstruation versuche mich selbst zu finden, mich als erwachsene Frau zu erfahren. Ich spürte, in der Menstruation steckt noch mehr drinnen. Etwas das mich Lebendiger macht. Jetzt wo ich wieder in das Mysterium Menstruation eingetaucht bin wird mir klar das da wirklich viel mehr drinnen liegt als ich mich je gedacht habe.

Menstruation ist mehr als nur Blut

Jetzt wo ich mit den Tieren „spreche“, ist auch die Menstruation etwas anderes. Sie ist anders. Ich erlebe sie andres. Ich habe es die ersten Zyklen versucht zu verdrängen, da sofort wieder meine Angst vom „verrückt-sein“ aufgekommen ist. Doch da ist ein Gefühl von „Ich menstruiere und da passiert etwas.“ Und wenn ich mich der Menstruation zuwende, dann kann ich auch die Menstruation „reden“ hören.

Doch ich lebe in einer Gesellschaft, wo dieses Mystische keinen Platz hat. Ich glaube aus Angst, weil in der Vergangenheit viele Frauen deswegen gestorben sind. Also ich kannte mich mit dem Mystischen nicht aus und das Unbekannte und Unsichtbare hat mir Angst gemacht. Ich bin der Meinung das wir auch deswegen die Menstruation nicht mitbekommen sollen. Weder das Blut, noch die Magie die darin liegt.

Myterium Leben

Ja wenn ich schon meine Menstruation nicht mitbekommen soll, wie soll ich dann das Mysterium Leben mitbekommen? In den letzten Monaten ist mein Leben abgestumpft und ich versinke im Alltagstrott. Wo ist das Leben? Wo ist meine Lebendigkeit?

Ich fühle mich immer wieder mal leblos und frage mich was ich vom Leben will und was das Leben von mir will. Ich fühle mich abgestumpft. Lebe so dahin. Spule den Alttag runter. Ich werde oft wütend und bin verzweifelt, weil ich es doch anders haben will.

Die Menstruation führt mich zurück zu mir

Vor vielen Jahren habe ich mich gefragt, was all die Mystischen Geschichten rund um die Menstruation bedeutet und warum ich das alles so nicht erlebe? Warum habe ich während der Menstruation keine Visionen und Eingebungen? Warum ist sie mir egal und keiner (auch nicht ich selbst) darf sie mitbekommen.

Jetzt ist es mir klar: das mystische im Leben kann einfach verdrängt werden. Es brauchte von mir ein mich drauf einlassen. Wie bei den Kraftiertexten schreiben. Das Ja zur Magie des Lebens. Ein Ja zu mir selbst und meinen Fähigkeiten. Ein Ja zu dem scheinbar Unsichtbaren.

Die Menschen aus der spirituellen-esoterik-ecke werden von mir oft belächelt. Weil das ja alles Humbug ist. Eine Bewertung, die mich von mir selbst wegführt. „Das gibt es nicht.“ sagt der Verstand. „Und das gibt es doch.“ sagt mein Herz. Mein offenes herz, dass die Magie der Mebstruatonszeit gerade erkannt hat.

Ja ich habe mir diesen Text jetzt lange nicht schreiben getraut, weil ich dadurch auch ind diese Ecke falle. In diese spirituelle Ecke. Wo das Leben mehr ist als das was ist sehe.

Doch ich sage euch. Mir ist es lieber ein lebendiges Leben zu leben, als eine leeres bedeutungslosen und abgestumpftes. Es kotzt mich an. Diese Leere. Ich habe sie satt. 

Und wenn mich andere für dumm, verrückt oder sonst was bezeichnen, dann sollen sie es machen.

Ich fühle mich lebendig.
Ich fühle mich frei.
Ich fühle mich zutiefst berührt vom Leben, weil ich die Magie des Lebens in mir zu Hause ist.

Herzlichst

Eure Kathrin

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