Die Perfektion loslassen

Inspiriert von dem Blogbeitrag von Franziska Kohler „Die Arena betreten“, schreibe ich heute über dieses so hartnäckigige Thema in meinem Leben: Die Perfektion. Wie Franziska kenne ich das nur zu gut, lange im stillen Kämmerchen zu sitzen und so lange an etwas zu arbeiten, bis ich meine, dass es gut genug ist. Ständig gibt es da die innere Stimme, die sagt „Es ist noch nicht gut genug!“ 

Alles ist Unvollkommenheit

Meine Lehrerin Ursula Lyon sagt oft den Satz „ Perfektion zwingt, Unvollkommenheit befreit“. Ja, die Perfektion zwingt mich, ständig etwas zu machen, damit ich besser bin und endlich das erreiche, was ich mir vorstelle. Doch wenn es da ist, gibt es wieder etwas zu verbessern. Wann bin ich denn da bitte sichtbar, wenn es immer unzureichend ist?

Das Jetzt

Das Jetzt ist es, das das Leben leicht und lebendig macht. Wenn ich jetzt sichtbar bin, wenn ich jetzt online gehe. Ich hab neue Fotos so zwischen Tür und Angel gemacht, weil die alten schon über ein Jahr alt sind und ich das nicht mehr bin. Ich sehe die Fotos und nörgle herum, was da alles besser sein sollte. Trotz dieser Stimme hab ich beschlossen, damit online zu gehen, weil das perfekte Foto gibt es sowieso nicht. Perfektion existiert nicht, die Unvollkommenheit ist immer mit dabei.

Und gut ist es

Ohne die Unvollkommenheit würde es keine Weiterentwicklung geben. Würde es immer gleich sein. Und das will ich auch nicht. Das Leben hat es sich schon richtig eingerichtet. Und wenn ich mit meiner Unvollkommenheit sichtbar werde, dann macht mich das glücklich, es befriedigt etwas in mir, was schon so lange raus will. Eine Sehnsucht wird gestillt und ich kann in die Stille gehen, weil ich es endlich gemacht hab, weil ich mich endlich zeige. Eben so, wie ich gerade bin.

Was meinst Du, muss noch perfekt werden, damit du dich zeigst? Zeig dich jetzt!


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