Die Selbstsabotage beenden

Selbstsabotage

Ich bin heute Nacht aufgewacht und hatte körperliche Schmerzen. Ich ging ins Wohnzimmer, legte mich auf den Boden und jammerte. Dann begann ich mit Dehn- und Yogaübungen, von denen ich wusste, dass sie mir Erleichterung bringen. Bei der anschließenden Meditation kamen mir diese Erkenntnisse:

Nicht auf mich schauen

Ich hab in letzter Zeit nicht gut auf mich geschaut. Hab meine Grenzen überschritten. Ich hab mich nicht selbst geliebt. Hab in den Computer geschaut, obwohl ich eine Runde spazieren gehen sollte. Immer dann, wenn ich meiner inneren Größe begegne, ziehe ich mich zurück. Hab Angst und beginne unbewusst meine Selbstsabotage, um wieder zu scheitern und mich so selbst zu behindern. Mein Körper reagiert mit Verspannung und Schmerz.

Meine Sehnsucht

In der Nacht hatte ich dann die Schnauze voll. Ich will mich nicht mehr selbst sabotieren! Ich will mich zeigen mit all meinen Facetten. Zu mir stehen. Die Sehnsucht, mit meinen Kompetenzen sichtbar zu werden und diese anderen zur Verfügung zu stellen, wird dann so groß und drückt an allen Ecken und Enden des Körpers.

Den Krieg beenden

Den Krieg beenden, bedeutet, den Mut zu haben „allem gegenüberzutreten, was da ist – unserem Schmerz, unseren Wünschen, unserem Kummer […] – allem, was uns zutiefst bewegt.“ (Jack Kornfield) Bei mir ist es die Angst davor, was kommt und wie andere darauf reagieren. Dies lässt mich vor mir selbst davon laufen.

Das ganze „Schauspiel“ zu beenden, hat in dieser Nacht begonnen, wo in mir „jetzt reichts“ aufgekommen ist. Wie geht das, den Krieg zu beenden? Genau in diesem Moment und in diesem und in diesem. Genau jetzt ist es möglich, zu erkennen und neue Wege zu gehen. Mich hinsetzen, still werden und meine Gefühle wahrnehmen. Mich mit meiner Unvollkommenheit anfreunden.

Wenn die Selbstliebe Platz hat

Durch das Beenden hören die Verspannungen auf, wird mein Körper leichter und schmerzfrei. Die Enge im Herzen weitet sich und meine Liebe zu mir selbst bekommt wieder Platz. „Wenn wir den Krieg beenden und in der Gegenwart ankommen, entdecken wir eine Größe des eigenen Herzens. […] Mit klarer Erkenntnis können wir alles in uns annehmen, das Dunkle und das Lichte und auf diese Weise Frieden finden.“ (Jack Kornfield)

 

 

 

 

10 thoughts on “Die Selbstsabotage beenden

  1. Ich schließe mich dem ersten Kommentar voll und ganz an. Danke! Ich habe gerade für einen Monat meine Schwiegereltern aus dem fernen Osten zu Besuch in unserer kleinen Wohnung, und „Ich“ zu sein, für mich zu sorgen, unter den Augen von Menschen mit komplett anderen Erwartungen, das ist für mich generell, aber besonders jetzt eine echte Mammutaufgabe… Da tut es gut, solche Zeilen zu lesen.

    1. Liebe Johanna! Vielen Dank für deine offenen Worte. Es freut mich, das dich meine Zeilen bereichern mit den Aufgaben die du gerade hast! Wünsch dir Gelassenheit und Klarheit in dieser Zeit. Herzlichst Kathrin

  2. Toller Artikel! In der Bewegung bleiben, einen Schritt nach dem anderen machen. Der Zukunftsangst keinen Raum geben, weil nur der Schritt im Moment zählt. Mehr müssen wir nicht wissen.
    Das ist alles was wir zu tun haben.

    Genau so ist es Kathrin!

    Danke fürs Erinnern 😊

    1. Hallo Martin! Danke für deine schöne Rückmeldung. Ja klar kannst du als Mann auch daran teilhaben :). Gewisse Formate gehen für alle und andere die sind frauenspezifisch. lass es dir gut gehen. lg Kathrin

  3. Liebe Kathrin,
    So ein schöner Vorsatz! Den ich mir immer wieder vornehmen muss, denn selbst wenn er sich mal im Kopf festgesetzt hat, ist er noch lange nicht umgesetzt worden. Und es scheint ein Thema zu sein, das immer mehr Menschen beschäftigt – was insofern beruhigend ist, weil man sich dann selbst nicht so alleine damit vorkommt. Danke daher, dass du deine Gedanken dazu geteilt hast!
    Liebe Grüße, von einer ‚alten‘ Schulfreundin 🙂

    1. Liebe Christina! Lang ist her das wir uns gesehen haben. Ja meine Gedanken teilen. Wie wohltuend das ist. Das ist mein Weg des Ausdrucks und genau solche Kommentare wie deiner jetzt geben mir in nicht so leichten Zeiten den Kick um weiter zu schreiben. herzliche Grüße Kathrin

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