durch die Menstruation Ganz-Ich-Werden

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Wenn ich daran denke, dass mir gegraust hat, wenn ich das Tampon aus mir raugezogen hab, dann stimmt da doch was nicht… Gefühle von Ekel und Scham zeigen mir, dass ich das Blut ablehne. Ich will das nicht, weils eben grauslich ist.

Dies sehen Claudia und Martina auch so:

„Die Nichtachtung und Ablehnung der Menstruation seitens der Frauen hat selbstzerstörerische und destruktive Tendenzen; lehnen sie damit doch etwas ab, was zu ihnen gehört und ganz eng mit der Identität als Frau verknüpft ist.“ (Reußer & Holler 1988)

Wie kann ich ganz-ich-sein wenn ich immer etwas von mir ablehne? Ich will es nicht haben oder eine zeitlang war mir die Menstruation einfach egal.
Will ich mir egal sein?

Die Menstruation bietet mir eine Möglichkeit mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und so mir selbst näher zu kommen.

„Es deutet vieles darauf hin, daß zur Zeit der Menstruation die Energien von der äußeren Welt abgezogen werden, um sich ganz den inneren Prozessen zu widmen. So wurde festgestellt, daß die Außenwahrnehmung durch Sehen, Hören und Riechen nachweislich während der Menstruation vermindert sind, während die psychische oder physische Selbstwahrnehmung im gleichen Maße erhöht zu sein scheint.“ (Reußer & Holler 1988)

Und hier setzt für mich die Möglichkeit der eigenen Weisheit an. Die Zeit der Menstruation zu nutzen, um meine innere Weisheit zu erfahren. Jede Frau trägt sie in sich.

„Ich kann ein Kind gebären oder monatlich mich selbst neu gebären.“

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Buch: Reuße, C. & Holler, M. (1988): Menstruation. Eine Begegnung mit uns selbst. Rowohlt Taschenbuch
Foto: © [By  y tigger11th] at FreeDigitalPhotos.net

 

 

 

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