Wie mich eine Fehlgeburt zur freien Menstruation brachte.

fehlgeburt

Es ist der 6. Dezember 2011. Ich bin im Spital angekommen. Es ist 10 Uhr morgens. Ich weiß, dass sie mir in ein paar Stunden das aus meiner Gebärmutter entfernen, wo ich dachte es sei mein Baby. Falsch gedacht… Es gibt sie, die unterschiedlichen Fehlgeburten. Meins war ein Windei, das heißt, dass sich kein Embryo entwickelt hat. Befruchtung war da, Fruchtblase hat sich gebildet aber kein Baby. Ich war in der neunten Schwangerschaftswoche.

„Es tut mir leid aber da ist kein Embryo drinnen. Am besten Sie gehen gleich ins Spital und lassen es sich entfernen.“

Heute würde ich es anders machen, würde es mir nicht mehr raus nehmen lassen unter Vollnarkose. Ein echt trastischer Eingriff in meinen Körper und meine Seele. Den Arzt durfte ich vorher nicht kennen lernen. Ich weiß bis heute nicht wer mir was herausgescharbt hat.

Heute würde ich abwarten bis ich und mein Körper bereit sind dass es von selbst abgehen kann. „Aber das kann sich entzünden und dann kommen da Komplikationen“ meinte der Arzt und hat mich in meiner Angst erwischt und bin seinem Rat gefolgt.

Und wenn es dann nicht von selbst abgeht, dann würde ich in eine AbtreibungsKlinik gehen, weil diese nicht ausscharben, sondern absaugen und diese Methode viel schonender ist. Das habe ich alles erst viel später erfahren.

Und heute nach 4 1/2 Jahren weiß ich das es damals so sein wollte. Das sich durch die Currettage mein Leben verändert hat. Sich meine Richtung verändert hat. Es waren schwere Zeiten nach dem Eingriff und ich bin durchgegangen.

Nach einer Curettage kommt sehr viel Blut aus der Gebärmutter. (Jetzt nach der ersten Geburt meiner Tochter weiß ich das es im Wochenbett noch mehr sein kann:)) damals war das echt viel Blut… Ich hab da schon Stoffbinden verwendet und jeden Abend wusch ich sie aus und hängte sie auf unserer Heizkörper im Badezimmer. Viele waren es. Und es wären noch mehr geworden wenn ich da nicht die freie menstruation entdeckte.

Damals war das Blut zwar nicht menstruationsbedingt aber dadurch dass es so viel war konnte ich es spüren wie es sich vor dem inneren Muttermund sammelte und ich den Druck spürte. Da ging echt viel Blut in die Klomuschel… Es war erstaunlich… Es funktioniert wirklich! Ab dem Zeitpunkt erforschte ich auch bei jeder Menstruation, ob es möglich war es zu spüren, wenn das Blut raus wollte.

Wenn ich meine Aufmerksamkeit auf die Menstruation, auf die Gebärmutter und den Muttermund lenke, dann spüre ich wenn das Blut raus will. Mir fällt es leichter, wenn ich stärker menstruiere.

Wie geht’s dir mit der freien Menstruation?
Hattest du auch eine Fehlgeburt?
Was löst der Text in dir aus?

Freu mich sehr über dein Kommentar.

Herzlichst

Kathrin

 


 

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