Meine Krönung in der anderen Welt

Ich setzte mich auf den Rücken meines Löwens. Er reitet mit mir durch die Landschaft.
Schnell.
Ich halte mich fest in seinem Fell.
Ich spüre den Wind in meinem Gesicht und durch meine Haare ziehen.
Freiheit.
Ein Gefühl von Freiheit.

Er bringt mich in die Wüste.
Dort sagt er: „Hier bleibst. Morgen hole ich dich wieder ab.“

Meine Augen wurden ganz groß.
„Ich alleine, in der Nacht, in der Wüste, ohne irgendetwas???
Wie soll ich das nur überleben?“

Meine Zeit in der Wüste

Der Löwe läuft weg.
Ich bin alleine. Setze mich auf den Sand. Wüste so weit mein Auge reicht. Endlos scheinende Wüste.

Die Sonne geht unter. Es wird kalt.
Ich grabe mir ein Loch und decke mich mit dem Sand zu, es wird kalt. Sehr kalt.
Ich versuche zu schlafen.

Es kommen Tiere, sie schleichen sich heran. Ich habe Angst, das mich der Skorpion sticht und ich sterbe.
Er zieht wieder ab.

Die Sonne geht auf, es wird heiß. Ich habe Durst. Ich warte. Vertraue. Sitze und warte, dass der Löwe kommt.
Die Zeit vergeht langsam. Sehr langsam. Das Vertrauen verschwindet. Der Zweifel kommt auf.
Ich bin alleine. Wann kommt der Löwe?

Verzweiflung tut sich auf. dann spüre ich mich und meinen Körper, ich weiß, dass ich meinem Löwen vertrauen kann. Er wird kommen, bevor ich sterbe.

Ich warte. Sitze und brüte in der heißen Sonne.

Dann kommt der Löwe, ich sehe seine Mähne im Wind wackeln. Ich stehe auf. Ich freue mich. Mein Herz macht Sprünge. Ich freue mich. Meine Kräfte kommen zurück.

Mein ReinigungsRitual

Ich setze mich auf den Rücken vom Löwen. Er reitet mit mir durch die Wüste und dann in einen dichten Wald. Dort bringt er mich zu einem Teich mit einem Wasserfall. Er zieht mich aus und wirft mich ins Wasser. Ich bade mich und trinke von dem klaren Quellwasser.

Ich werde rein. Ich bin frisch. Fühle mich neu geboren. Fühle mich erleichtert, gereinigt, tief berührt und gestärkt von der Nacht in der Wüste.

Ich steige aus dem Wasser und der Löwe zieht mir ein goldenes Kleid an.
Er kämmt meine Haare und steckt sie zu einer majestätischen Frisur hoch.

Meine Krönung

Ich steige wieder auf seinen Rücken und er bringt mich in das Feen- und Hexenland. Dort warten schon die Feen, die Gnome und die Hexen. Sie haben ein Spalier gemacht und ich gehe in meinem goldenen Kleid auf den Thron zu. Ich schäme mich ein wenig.
Ich und Königin? Das passt nicht zu mir. Dafür bin ich nicht würdig.
Ich gehe mit meiner Scham weiter, sie verändert sich. Ich richte mich auf, etwas in mir richtet sich auf.

Dann setze ich mich auf den Königinnenthron.
Meine Schwalbe kommt mit der Krone und setzt sie mir auf.
Die Truppe jubelt und wirft Blumen und Konfetti in die Luft.
Sie freuen sich so sehr mit mir, dass ich es geschafft habe, dass ich mich habe krönen lassen.

Sie haben ihre Königin, auf die sie so lange gewartet haben.
Sie haben auf mich gewartet! Mein Herz ist berührt. Sie haben einfach gewartet.

Jetzt bin ich bereit.
Jetzt bin ich bereit, mein Leben zu gestalten.
Jetzt bin ich bereit, meine Tiere für die Gestaltung meines Lebens zu nutzen.

Die Wesen wollen für mich arbeiten, sie wollen mir den Weg bereiten und den Weg weisen.

Die Wesen sind da für mich, weil sie mich lieben.

bedingungslos LIEBEN….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.