MenstruationsTabu – erster Versuch

 

Wie ist das mit Tabus? 

In der Seminararbeit von Alexandra Schmidt wird das Thema Tabu gut erläutert. Ich find es spannend, dass ich von klein auf gelernt habe, was ein Tabu ist und was ist. Da über Tabus nicht gesprochen wird passiert dies dadurch wie sich meine Umwelt zu dem Thema Menstruation verhalten hat. So hab ich gelernt nicht drüber zu reden. (und mich auch dafür zu schämen).

Ein Tabu wird nicht hinterfragt, weil es so selbstverständlich ist. Doch eine Stimme in mir hat begonnen zu hinterfragen. Ob das MenstruationsTabu wirklich nötig ist so wie es ist. Ein Tabu hat sich gebildet um etwas zu schützen. Es war einst mal gut, dass es ein Tabu war.

Wie ist denn dieses MenstruationsTabu?

Die Gefühle in mir haben mir aufgezeigt, dass die Blutung ein Tabu ist. Ich schäme mich dafür. Ich habe Angst beschämt zu sein, wenn ich drüber rede. Ablehnung von anderen wenn ich drüber rede. Scham wenn ich einen roten Fleck in an der Hose habe.

Im Sonderheft COURAGE 1 – Menstruation – die Kulturgeschichte eines Tabus (1979) werden auf 90 Seiten das MestruationsTabu beschrieben.

Hier ein Text zum MenstruationsTabu von Alwine Witte:

„Hast du dir schon mal ausgerechnet, wie lange du in deinem Leben blutest? Rund sechs Jahre!
Hast du schon mal gestutzt, wenn in der Bindenwerbung blaue statt roter Flüssigkeit gezeigt wird?
Sind dir Blutflecken peinlich? Wem erzählst du, dass du gerade deine Mens hast?
Hast du Sex, während du blutest?
Willst Du von deiner Menstruation nichts fühlen, sehen, riechen? Spürst du gerne, wie das warme Blut fließt?

Alle akzeptieren, dass Frauen periodisch bluten. Uns wird suggeriert, es gäbe kein Tabu mehr, die prüde Rückständigkeit sei vorbei. Mit Tampons scheint die neue Freiheit endgültig erreicht. Trotzdem verbergen Frauen ihre Blutung und die Gesellschaft/Öffentlichkeit ignoriert sie. 
Wenn eine Frau so starke Beschwerden hat, dass ihre Blutung bemerkt wird, konfrontiert sie ihre Umgebung mit dem Menstruationstabu, das für jede Frau gilt. Schnell stößt frau an die Grenzen der aufgeklärten Moderne, der Emanzipation und der von der Frauenbewegung erkämpften Enttabuisierung. Bestenfalls bemerkt frau ihre Blutungszeit nicht. Ein Standardsatz der Menstruierenden lautet:“Also ich hab‘ da keine Probleme mit“.
  (©Alwine Witte)

 

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