Rotes Zelt – Aha, was soll ich damit?

 

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich das erste mal von roten Zelten erfahren habe… wohl im Internet gelesen so im Jahr 2011… Damals dachte ich … komisch… und habs in die Esoterik-ecke geschoben… „na für mich ist das nix“…. etwas Rotes soll ich auch noch tragen…. find ich nix im Kleiderkasten… na da gehe ich erst gar nicht hin…und dann kam nach und nach eine Wende.

Irgendetwas an den Beschreibung was in so einem roten Zelt passieren soll hat in mir gearbeitet. Die Idee des Zusammenkommens von menstruierenden Frauen fand ich gut. Und dann hab ich gelesen wo die Idee im Westen zum roten Zelt ihren Ursprung hat: Die Frauen von manchen IndianerStämmen kamen zu Neumond zusammen in eine Hütte, um gemeinsam zu menstruieren. Sie ließen das Blut in die Erde fließen. Die anderen im Dorf erwarten diese Frauen dann mit zukunftsweißenden Bildern.

Und dann kam da in mir der Wunsch auf, gemeinsam mit Frauen zu Neumond zusammenkommen, um zu menstruieren:

Der Anfang – meine eigene Veranstaltung

Da ich ja mit den zwei Wörtern nicht so viel anfangen konnte aber die Idee gut fand, hab ich 2012 unter dem Namen „meditation & menstruation“ gemeinsam mit Christine Simone Egeler begonnen ein „rotes Zelt“ anzubieten. Mir war es da wichtig, das wir endlich einen Raum haben, wo wir über die Menstruation und verwanden Themen sprechen können und das wir durch die Meditation den Bezug zum eigenen Körper verfeinern.

 

Mutig sein – Ich schaus mir dann doch mal an.

Nach der Geburt meiner Tochter 2014 war ich bei meinem ersten roten Zelt bei DeAnna L’am. Gemeinsam mit cirka 30 anderen Frauen haben wir einen Tag Rituale durchlaufen und am zweiten Tag haben wir gelernt wie wir diese in unserem Ort umsetzten. Ich war sehr skeptisch, nicht rot angezogen und ich fragte mich immer wieder was ich da eigentlich soll. Nach dem ersten Tag und den Nachwirkungen war mir klar: ROTE ZELTE HABEN EINEN SINN & EINE POSITIVE WIRKUNG.

 

Per Zufall die kraftvolle Entdeckung

Und heuer 2016 (spannnend, es waren immer zwei Jahres Etappen) war ich dann das erste mal bei der Menstruationshütte in Wien, weil ich das Gespräch zum Kurzfilm „menstruation“ moderierte und da stand dann im Raum ein großes Zelt, von außen sah es aus wie ein Zelt nicht mehr und nicht weniger und drinnen da war eine Stille, ein Wohlig-sein, ein geschützter Raum. So eine rotes Zelt, was auch wirklich ein Zelt ist, dass hat schon was.

 

Wie du siehst habe ich nach und nach der Idee vom roten Zelt etwas abgewinnen können. Das Zusammenkommen von uns Frauen zum Thema Menstruation verbindet und stärkt uns für den Alltag. Deswegen finde ich die Initative von DeAnna L’am „Ein rotes Zelt in jeder Nachbarschaft“ sehr super. Ich sehe dabei die Herausforderung die roten Zelte raus aus der Esoterik-Spirituellen-Ecke zu holen, damit auch Frauen wie ich vor fünf Jahren sich angesprochen fühlen. Somit die Frage die ich mir mitnehmen und an dich stelle: Was braucht es, damit Rote Zelte ein neues Image bekommen? Braucht es das?

 


 

ROTES-ZELT-FINDER ÖSTERREICH

(stand Mai 2016)

 

WIEN

Nicole Chalusch & Johanna König.

www.schichtweise.at

 

Brigitte Brüggler, Sabine Lackner und Gabriele Pröll

www.menstruationshuette.at

 

LINZ

Ingrid Neuscheller

www.ingridneuscheller.at

 

Sigrid Regina Demmel

www.prima-luna.at

 

GRAZ

Lilly Urban

www.wuestenfrau.at

 

KÄRNTEN

Elaria Starrider

www.elaria-starrider.com

 

Ingrid Neuscheller

9210 Pörtschach

www.ingridneuscheller.at

 

TIROL

Hanna Raab

6543 Nauders

www.native-spirit.at

 

Sonja Kössler-Galos

6067 Absam

www.doulazentrum-tirol.at

 

 


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.