Vom Brüten und Loslegen

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Im Frühjahr hab ich einer Schwänin beim Brüten zugesehen. Jeden Tag bin ich hingefahren und war berührt von der Hingabe, die sie da vollzieht. Tag für Tag saß sie stundenlang auf ihren Eiern. Und irgendwann saß sie nicht mehr dort!!!

Brüten, ja

Bis eine Idee in mir heranreift, vergeht Zeit und ich brüte. Ich sitze auf dem Sofa und träume vor mich hin. Ich kann das gut. Das Sitzen und Träumen. Ich stellte mir vor, wie ich in einer Schule vor allen SchülerInnen eine Rede hielt über die Menstruation und wie wir geprägt worden sind. Bis ins Detail träumte ich und schrieb ich Tage an diesem Bild.

Und ich sag dir: ich hab es nie umgesetzt. Ich bin damit nie sichtbar geworden. Es hat seine Gründe, warum ich es nicht gemacht habe. Angst, Angst und nochmal Angst.

Zeit nehmen zum Forschen

Es ist so wichtig, dass wir Zeit in die Selbsterforschung stecken. Denn sonst wird das nichts mit dem sichtbar werden. Die Schwänin hat es leicht, weil sie wird irgendwann von den Picken der Küken aufgerufen, dass die Brützeit zu Ende ist. Doch mich und meine Träume, die werden von niemanden angepickt.

Vom Aufstehen und Loslegen

Würde die Schwänin sitzen bleiben, dann würden die Küken ersticken. Also stehe vom Sofa auf und ersticke nicht in deinen Plänen und Träumen! Atme ein und atme aus. Bekomme mit, dass du atmest. Sei still und beobachte, wie die Angst da ist und wieder vergeht. Und dann warte, was die nächsten Bilder sind, was die nächsten Schritte sind. Stehe auf und lege los. So wie beim Gehen ein Fuß nach dem anderen gesetzt wird, setze du die Schritte, die es braucht, um sichtbar zu werden!

 

4 thoughts on “Vom Brüten und Loslegen

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