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Krafttier Warzenschwein

Liegt das Warzenschwein in deinem Leben, dann begleiten dich Hingabe, Annehmen und Innehalten.

Jetzt hilft dir das Warzenschwein, sich von all dem zu befreien, was du nicht mehr brauchst. Voller Hingabe lässt sich das Warzenschwein auf den Boden fallen und die Mangusten übernehmen die Reinigungsarbeit. Es genießt so richtig, wie es geputzt wird.

Jetzt wirst du von all den Energien befreit, die dich daran hindern, deine Essenz zu leben. Stress, Unruhe und Getriebenheit fallen wie von selbst von dir ab. Genau das ist es. Lasse los von den Gedanken, die dich treiben: „Ich brauch mehr Geld. Ich brauch mehr Klarheit. Es ist noch nicht genug…“

Drücke diese Gelassenheit und Zufriedenheit auch bei der Nahrungsaufnahme aus. Gemütlich grast das Warzenschwein. Eine Hingabe zum Essen. Wie ist gerade dein Essensverhalten? Achtsam, langsam und in Freude?  Wenn du in Freude isst, dann durchdringt diese Freude all deine Zellen und das Essen kann so richtig gut von deinem Körper aufgenommen werden.

Anschließend ruhe dich aus. Das Ausruhen regeneriert deinen Körper.
Gib dich dem hin.
Lass die Geschäftigkeit los und gib dich dem Leben hin.
Lass dich ein.

In den nächsten 30 Tage:

#1 Essen mitbekommen

Achte darauf, das du regelmäßig isst und dass du dir auch die Zeit dafür nimmst. Kümmere dich um eine bewusste Nahrungsaufnahme. Deine Seele, dein Körper und dein Sein wird es dir danken. So kommst du in deine Kraft, die du brauchst, um die nächsten Schritte umzusetzen.

#2 Liegemeditation

Lege dich täglich auf den Rücken. Ruhe dich aus. Spüre deinen Atem. Spüre deinen Körper. Spüre, wenn deine Gedanken dich aufhetzen wollen. Bleib liegen. Spüre deinen Atem. Spüre, wie sich deine Muskeln und Zellen entspannen. Sich auf die Erde niederlassen. Spüre dann, wie all das von dir weicht, was du jetzt nicht mehr brauchst. Die Ruhe nimmt alles von dir, ganz von allein.

Inspiration:

„Wir bringen gewohnheitsmäßiges Handeln mit Sicherheit, Halt und Trost in Verbindung. Es gibt uns das Gefühl etwas
festhalten zu können. Unsere Gewohnheit besteht darin, in Bewegung zu sein, zu hasten, mit uns selbst zu sprechen und die Leere zu füllen. Aber Gewohnheiten sind wie Kleidungsstücke. Man/Frau kann sie anziehen, und man/frau kann sie Weiterlesen

Die Intuition begleitet mich auf Schritt und Tritt. Meine Intuition will gehört und gelebt werden, sonst drückt sie mal hier und mal da.  In manchen Momenten wird sie sehr schnell weggedrückt, denn dann kommt dass nicht dürfen und bewerten. „nein das kann ich doch jetzt nicht machen.“ Weiterlesen

Am Montag den 27.2. 2012 hatten wir die Ehre, dass drei Mönche in der Theravadaschule Wien waren.

Es gab einen Vortrag zum Thema „Gesunde zwischenmenschliche Beziehung durch rechte Rede“.

Hier ein Auszug von dem was ich mir von dem Vortrag mitgenommen habe:

Vor dem Sprechen innehalten. Dies wurde mit dem überqueren einer Straße verglichen. Wenn wir eine Straße überqueren wollen, dann schauen wir zuerst nach rechts und nach links und geradeaus. Dann entscheiden wir bewusst ob wir die Straße überqueren oder nicht. Auch so soll es bei allem sein was wir tun. Zuerst innehalten und dann handeln, sprechen,… Gerade beim Sprechen ist es uns oft nicht bewusst was wir reden. Wir reden und reden. Wir sollen über Dinge sprechen die uns vereinen.

mach es anders: halte kurz inne, bevor du dir die Schuhe anziehst, deine Zähne putzt und wenn du etwas sagen willst. Dadurch schaffst du dir Freiheit zu handeln und bist nicht so stark deinen Mustern unterworfen.

Wenn wir innehalten (also eine Pause einlegen) dann geben wir dem Geist Zeit zu beobachten. So können wir erkennen ob das was wir jetzt sagen auch passend ist. Passt der Ort und die Zeit? Tut es mir gut und auch den anderen?

Wenn wir Innehalten, dann üben wir uns in Einfachheit und Genügsamkeit. Dadurch kann Frieden entstehen.

SCHWEIGEN IST DER ANFANG EINER ANTWORT

dadurch schaffen wir der Liebe, Mitgefühl und Gelassenheit Platz.

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Wer noch mehr zum Thema „rechte Rede“ lesen möchte: Hier der Wegbegleiter von Ursula Lyon.

 

der nächste Vortrag von Bhante Seelawansa findet am Montag 19.3. um 19.00 statt. Das Thema:

Kamma (Karma) – das gegenwärtige Handeln beeinflußt das nächste Dasein

 

Suchen wir nicht alle das Glück?

Wie oft wünschen wir uns selbst und anderen Glück? Wünschen wir uns selbst wirklich Glück oder gehen wir viel härter mit uns selbst um? Wie schaut es mit anderen Leuten aus? Freuen wir uns über deren Glück oder sind wir mehr neidig darauf?

Wie kommen wir zu unserem Glück? Was bedeutet es für uns?

Fragen die wir uns beantworten sollten.

mach es so: “ …indem wir anderen Menschen Glück wünschen machen wir uns auch selbst glücklich.“ Michaela schreibt seit einem Jahr auf Pagewizz. Und in einem Artikel beschreibt sie die Metta Meditation.


http://pagewizz.com/die-metta-meditation-liebevolle-guete-ist-heilsam-und-macht-gluecklich/

Teil 3:

Im ersten Artikel „Nichts als Müll“ von Marianne Gronemeyer geht es um unsere „Müllgesellschaft“. Ein Auszug:

„Man kann von nahezu allen Industrieprodukten, die fabriziert werden unter der Vorgabe, das Wachstum sein müsse, sagen, dass ihr eigentlicher Daseinszweck darin besteht, Müll zu sein. Sie werden hergestellt, so fordert es die Wachstumslogik, nicht um ihrer Brauchbarkeit und Tauglichkeit willen, sondern um ihrer möglichst schnellen Unbrauchbarkeit und Untauglichkeit.“ (Seite 7/8)

mach es anders: kaufe Produkte die dafür hergestellt worden sind, dass sie lange Leben und auch repariert werden können. Das bietet dir die GEA Läden, diese verkaufen u.a. Schuhe die lange leben und auch repariert werden wo es nur geht.

Wie weit dieser Müll mit uns selbst zusammenhängt schreibt weiters Reinhard P. Gruber: “ Ich spreche immer weniger vom Müll, der sich außerhalb eurer selbst auftürmt. Ich spreche immer mehr vom Müll, der euer Innenleben ausmacht. Die Müllhalden, die chaotischen, unüberschaubaren, unbremsbaren Müllhalden sind in euch. Der Müll außer euch, der Außenmüll, stammt von dem Müll den ihr ohne Unterlaß zu euch nimmt.“ (Seite 8)

mach es anders: beschäftige dich mit deinem Müll in dir. schau hin und beginn in Schritt für Schritt abzutragen. mir hilft dabei die Achtsamkeitsmeditation. Setzte dich dafür einfach aufrecht hin und beobachte was jetzt gerade in deinem Geist abgeht und versuche dich immer wieder auf deinen Atem zu konzentrieren. So schaffst du Platz und Raum für deinen inneren Müll. Er zeigt sich dann ganz von selbst.

Jede und Jeder von uns kennt das Gefühl des Schmerzes. Die meisten von uns empfinden Schmerzen als etwas Unangenehmes. Alles was für uns unangenehm ist, dass lehnen wir ab, wir wollen es nicht! Es entsteht Hass gegenüber dem Schmerz und wir wollen ihn so schnell wie möglich los werden. Dafür schmeißen wir uns schnell mal eine Pille ein, denn dann ist der Schmerz für uns nicht mehr zu spüren.

Schön der Schmerz ist weg und der Hass schlummert in uns, bis der Schmerz wieder auftritt. Kann Hass den Schmerz heilen?

mach es anders:

Die Liebe ist das Gegenteil von Hass. Metta ist er Inbegriff der Liebe. Wir können diese in uns entfalten, denn alles ist in uns. Nimm dazu den Schmerz den du gerade hast und widme dich ihm. Der Körper signalisiert dir, dass etwas in dir in ein Ungleichgewicht ist. Sehr oft wollen wir uns dem nicht stellen, vermeiden hinzusehen was hinter dem Schmerz steckt.

Schenk dir selbst die Liebe die du verdient hast (die jeder Mensch von Geburt an verdient hat).

Wenn du dich hinsetzt und dir Zeit nimmst zur Ruhe zu kommen, dann kannst du verstehen was hinter dem Schmerz steckt und so kannst du diesen auflösen. (nimm dir die Zeit dafür, dies es braucht. mit einmal ist es da vielleicht nicht getan)

Um den Schmerz zu verstehen kannst du dir folgende Fragen stellen (die im Film s.u. vorkommen):

– Was will der Schmerz bewirken?

– Wozu zwingt mich der Schmerz?

– Was kann ich durch den Schmerz nicht mehr tun?

– Welcher Körperteil/Organ sind betroffen?

– Welche Aufgabe hat der Körperteil/Organ?

Den Schmerz so annehmen wie er gerade ist, ist eine schwierige Sache, doch wenn wir es tun dann führt dies zur Freihheit.

Möge ich mich liebevoll annehmen so wie ich bin.

Möge ich meinem Schmerz den Raum geben, den er braucht.

greenpeace magazin: Tipp 63: sanfte Besserung

Manchmal geht es aber nicht ganz ohne Hilfsmittel. Das greenpeace magazin schreibt einen Tipp: sanfte Heilung.

„Der Film Deines Lebens“

kann ich euch zu dieser Thematik empfehlen.

HINWEIS: Schmerzen und Krankheiten sollen von ÄrztInnen untersucht werden. Diese oben geschriebenen Anregung sollen einen Krankheitsprozess unterstützen und zum Heilungsprozess beitragen.

Wir glauben, wenn wir viel besitzen können wir Glück finden. Dieses Glück hält jedoch nur kurz an und schon braucht man das nächste materielle Stück.

Eine Geschichte dazu:

Eines Tages besuchte ein Mann einen berühmten europäischen Rabbi. Dieser ist extra per Schiff von New York nach Europa gereist. Der Rabbi lebte mitten in einer Stadt in einem großem Mietshaus unter dem Dach und der Mann fand den Meister schließlich in einem kleinem Zimmer mit einem Bett, einem Stuhl und ein paar Büchern. Der Mann hatte weit mehr erwartet. Nach der Begrüßung fragte er den Meister: „Rabbi, wo sind Ihre Sachen?“ Der Rabbi fragte zurück: „Wo sind denn die Ihren?“ „Ich bin nur auf der Durchreise.“ antwortete der Mann und der Rabbi entgegnete „ich auch.“ (aus Jack Kornfield: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens)

Freude, Glück und Weisheit finden wir nicht durch Besitz, sondern durch die Fähigkeit uns zu öffnen, tief zu lieben und unbefangen und frei durch das Leben zu gehen.

mach es anders: Schau mal was du alles in deiner Wohnung hast, in deinem Zimmer, bei deinen Eltern, bei Freunden, vor der Tür, im Garten, im Keller, Im Abstellraum,… Trenne dich von so vielen Dingen wie es für dich jetzt möglich ist. Schenk es her an jemanden der es brauchen könnte.

zB.

Ute Bock, die sucht immer wieder Sachen. (Weiter unten stehen Sachspenden)

Obdachlose brauchen Kleidung: räum deinen Kasten aus und bringe es in die Gruft oder Ute Bock


Foto von Shaohui

War gestern bei einem Vortrag von Bhante Seelawansa in der Theravada Schule am Fleischmarkt zum Thema :

Das Alte abstreifen, dem Neuen Platz gewähren. Glück und Zufriedenheit durch das Loslassen

Wir haften an vielen Sachen an. An Erfahrungen in der Vergangenheit, an materiellen Dingen, an Gedanken, Gefühlen, usw. Dieses Anhaften erzeugt Unzufriedenheit, weil wir es anders haben wollen als wie es ist. Wir wollen es so haben wie wir es uns vorstellen.

Das Leben ist jedoch so wie es ist. Wenn wir loslassen von alten Sachen und Vorstellungen wie was zu sein hat, dann können wir mit dem Zufrieden sein, wie es jetzt gerade ist.

Wir können nur im Hier und Jetzt Glück und Zufriedenheit erfahren und durch Meditation können wir uns darin üben im gegenwärtigen Moment zu sein.

mach es anders: Nimm dir jeden Tag 5-10 Minuten Zeit (in der U-Bahn, nach dem Aufwachen, vor dem Essen, auf deinem Meditationsplatz…) und konzentriere dich auf deinem Atem. Beobachte was gerade ist. Bemerkst du das viele Gedanken da sind? Die meisten davon sich auf die Vergangenheit und die Zukunft beziehen? Das was in diesem Moment ist, ist der Atem. Übe dich darin bei deinem Atem zu sein und du wirst nach und nach mehr im Jetzt ankommen.

Ja und wenn ich gerade ein Buch empfohlen hab.

wie oft kaufst du Bücher, CDs usw. bei Amazon, Morawa, Thalia? Großunternehmen.

Wir fördern das System: einige haben viel Geld und viele andere haben wenig Geld.

mach es anders: kaufe Sachen in kleinen Läden. Zum Beispiel kannst du buddhistische Literatur beim Oktopus kaufen.

Octopus Buchhandlung

Fleischmarkt 16
1010 Wien, Österreich
Tel. (+43 1) 512 71 46

Dort gehe ich jetzt hin und kaufe mir von Jack Kornfield: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens.

Ajahn Brahm ist ein buddhistischer Mönch.

Er erzählt (und schreibt) gerne Geschichten. Eine möchte ich euch vorstellen, bei der es darum geht, wie oft wir auf unsere Fehler schauen und unsere guten Seiten kaum sehen.

Perfektion und Schuldgefühle: Zwei mangelhafte Backsteine

Von Ajahn Brahm

(von der der Homepage Rubenbauer)

Nachdem wir 1983 Land für unser Kloster gekauft hatten, waren wir völlig pleite und steckten bis zum Hals in Schulden. Auf dem Grundstück selbst stand kein einziges Haus, nicht einmal ein Schuppen. In jenen ersten Wochen schliefen wir auf alten Türen, die wir billig auf dem Schuttabladeplatz erstanden hatten.

Mit untergelegten Backsteinen wurden diese Türen zu Betten, wobei wir als Mönche eines Waldklosters natürlich auf Matratzen verzichteten.

Der Abt schlief auf der Tür, die am besten erhalten war und über eine angenehm glatte Oberfläche verfügte. Meine hingegen war geriffelt und wies überdies noch ein beachtliches Loch in der Mitte auf, nämlich an jener Stelle, wo einst der Türknauf gesessen hatte. Ich war zwar froh, dass der Knauf überhaupt entfernt worden war, aber nun befand sich mitten auf meiner Schlafunterlage ein Loch. Ich machte Witze darüber, dass ich nicht einmal mehr zum Austreten würde aufstehen müssen, aber zum Lachen war mir eigentlich nicht zumute, denn kalter Wind pfiff nachts durch dieses Loch. In jener Zeit schlief ich sehr schlecht.

Wir waren arme Mönche, aber wir brauchten ein Dach über dem Kopf. Bauarbeiter konnten wir uns nicht leisten – schon die Kosten für das Material waren ja kaum aufzubringen! Also musste ich das Bauen von Grund auf erlernen: wie man ein Fundament legt, betoniert, mauert, ein Dach zimmert und sanitäre Einrichtungen einbaut, eben alles, was zum Bau gehört.

Mein bürgerliches Leben als Physiker und Lehrer hatte mich nicht darauf vorbereitet, mit den Händen zu arbeiten. Doch im Verlauf einiger weniger Jahre wurde ich zu einem recht geschickten Bauarbeiter und nannte mein Team schon bald BBC (Buddhistische Bau Company). Der Anfang war allerdings außerorodentlich mühsam.

Dem Außenstehenden mag Maurerarbeit leicht erscheinen: Man pappt etwas Mörtel auf den Stein, setzt ihn an seine Stelle und klopft ihn ein bisschen fest. Wenn ich aber leicht auf eine Ecke schlug, um eine ebene Oberfläche zu erhalten, stieg eine andere Ecke nach oben. Kaum hatte ich diese auch festgeklopft, tanzte auf einmal der ganze Stein aus der Reihe. Behutsam brachte ich in ihn also wieder in die richtige Position, um gleich danach festzustellen, dass die erste Ecke schon wieder hochragte. Es war zum Verzweifeln. Wenn Sie mir nicht glauben, versuchen Sie’s doch selbst einmal!

Als Mönch verfügte ich über so viel Geduld und Zeit, wie ich brauchte. Ich gab mir also große Mühe, jeden Backstein perfekt einzupassen, ganz gleich, wie viel Zeit ich dafür benötigte. Und irgendwann war die erste Backsteinmauer meines Lebens fertig gestellt. Voller Stolz trat ich einen Schritt zurück, um mein Werk zu begutachten. Erst da fiel mir auf – das durfte doch nicht wahr sein! -, dass zwei Backsteine das Regelmaß störten. Alle anderen Steine waren ordentlich zusammengesetzt worden, aber diese zwei saßen ganz schief in der Mauer. Ein grauenvoller Anblick! Zwei Steine hatten mir die ganze Mauer versaut.

Der Zementmörtel war inzwischen fest geworden. Also konnte ich diese Steine nicht einfach herausziehen und ersetzen. Ich ging zu meinem Abt und fragte, ob ich die Mauer niederreißen oder in die Luft jagen und neu anfangen dürfte. »Nein«, erwiderte der Abt, »die Mauer bleibt so stehen, wie sie ist.«

Als ich die ersten Besucher durch unser neues Kloster führte, vermied ich es stets, mit ihnen an dieser Mauer vorbeizugehen. Ich hasste den Gedanken, dass jemand dieses Stümperwerk sehen könnte. Etwa drei oder vier Monate später wanderte ich mit einem Gast über unser Terrain. Plötzlich fiel sein Blick auf meine Schandmauer.

»Das ist aber eine schöne Mauer«, bemerkte er wie nebenbei.

»Sir, erwiderte ich überrascht, »haben Sie etwa Ihre Brille im Auto vergessen? Oder einen Sehfehler? Fallen Ihnen denn die zwei schief eingesetzten Backsteine nicht auf, die die ganze Mauer verschandeln?«

Seine nächsten Worte veränderten meine Einstellung zur Mauer, zu mir selbst und zu vielen Aspekten des Lebens.

»Ja«, sagte er. »Ich sehe die beiden mangelhaft ausgerichteten Backsteine. Aber ich sehe auch 998 gut eingesetzte Steine.«

Ich war überwältigt. Zum ersten Mal seit drei Monaten sah ich neben den beiden mangelhaften Steinen auch andere Backsteine. Oberhalb und unterhalb der schiefen Steine, zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten befanden sich perfekte Steine, ganz gerade eingesetzt. Ihre Zahl überwog die der schlechten Steine bei weitem.

Bis dahin hatte ich mich ausschließlich auf meine beiden Fehler konzentriert und war allem anderen gegenüber blind gewesen. Deshalb konnte ich den Anblick der Mauer nicht ertragen und wollte ihn anderen Menschen auch nicht zumuten. Deshalb hatte ich das Werk vernichten wollen. Doch als ich jetzt die ordentlichen Backsteine betrachtete, schien die Mauer überhaupt nicht mehr grauenvoll auszusehen. Der Besucher hatte schon Recht: Es war wirklich eine sehr schöne Mauer. Jetzt, zwanzig Jahre später, steht sie immer noch, und inzwischen habe ich längst vergessen, an welcher Stelle die mangelhaften Backsteine stecken. Ich kann sie mittlerweile tatsächlich nicht mehr sehen.

Viele Menschen beenden eine Beziehung oder reichen die Scheidung ein, weil sie bei ihrem Partner nichts anderes mehr sehen als »zwei mangelhafte Steine«. Viele leiden an Depressionen, und manche hegen sogar Selbstmordgedanken, weil sie nichts anderes als »zwei mangelhafte Steine« in sich erkennen können. In Wahrheit gibt es jede Menge guter Steine, perfekter Steine – oberhalb und unterhalb unserer Fehler, zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten – aber manchmal können wir sie einfach nicht sehen. Stattdessen konzentriert sich unser Blick ausschließlich auf die Fehler. Wir schauen nur auf den Makel und überlegen, wie wir ihn entfernen können. Und leider vernichten wir auf diese Weise so manche »schöne Mauer«.

Jeder von uns hat zwei mangelhafte Steine, aber die perfekten Steine sind so viel zahlreicher. Haben wir dies erst einmal erkannt, sieht die Welt schon viel besser aus. Wir können dann nicht nur mit uns selbst und unseren Fehlern in Frieden leben, sondern auch das Zusammensein mit einem Partner genießen. Das ist eine schlechte Nachricht für Scheidungsanwälte, aber eine gute für Sie!

Ich erzähle diese Anekdote oft. Irgendwann einmal sprach mich ein Baumeister darauf an und verriet mir ein Berufsgeheimnis.

»Wir machen bei der Arbeit immer wieder mal Fehler«, sagte er, »aber unseren Kunden erklären wir, dass es sich dabei um “eine besondere Eigenheit” handelt, wodurch sich dieses Haus von den anderen in der Nachbarschaft unterscheidet. Und dafür berechnen wir dann ein paar tausend Dollar extra!«

Manche »besondere Eigenheit« an Ihrem Haus galt wahrscheinlich auch ursprünglich als Fehler. Doch was Sie in sich selbst, an Ihrem Partner oder überhaupt am Dasein als Makel betrachtet haben, kann sich zu einer »besonderen Eigenheit« wandeln, die Ihr Leben bereichert. Sie sollten nur endlich aufhören, sich ausschließlich auf die negativen Aspekte zu konzentrieren.

(Diese Geschichte stammt aus Ajahn Brahms wundervollem Buch Die Kuh, die weinte. Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück.)

mach es anders: sehe auch die 998 Ziegelsteine.

aus dem Buch

Eine Woche mit vielen Erkenntnissen ist um. Werde nach und nach es in den Blog einfließen lassen.

Das erste was ich mir mitgenommen hab:

Im Alltag ist Schweigen nicht so leicht. Schweigen hat keinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft.

 

mach es anders: höre mehr zu als was du redest. Ich übe mich darin zuzuhören und wenn ich meine was sagen zu müssen, dann schau ich mal ob das was ich sagen will überhaupt gesagt werden muss. Buddha nennt es achtsames Reden.

agieren nicht reagieren! dies lässt uns selbstbestimmter leben. Wir lösen uns dabei von unseren Mustern.

Es passiert sehr leicht, dass wir sehr kritisch mit uns selbst umgehen und streng mit uns selbst sind. Dann werden wir auch unfreundlich mit uns selbst.

Dies macht uns jedoch nicht glücklich.

machs mal anders: Buddha nannte es Metta, die allumfassenden Herzensgüte. Wir können uns jeden Moment darin üben. Bedingungslose Liebe zu uns selbst und zu allen Wesen zu kultivieren. Bilde dazu einfach einen Satz mit „Möge ich,…“. (Sage ihn dir so oft wie möglich vor. bis du das Gefühl hast das es vom Kopf ins Herz gewandert ist.)

Meditation der Liebe

Möge ich friedvoll, glücklich und gelöst sein

in Körper und Geist.

Möge ich frei sein von Verletzung und Kränkung.

Möge ich frei sein von Wut, Verstrickung,

Furcht und Ängstlichkeit.

Möge ich lernen, mich selbst mit den Augen der Liebe

und des Verstehens zu betrachten.

Möge ich fähig sein, die Samen der Freude

und des Glücks in mir zu erkennen und zu berühren.

Möge ich lernen, die Quelle von Ärger, Verlangen

und Täuschung in mir festzustellen und zu erkennen.

Möge ich erfahren, wie ich Samen der Freude

täglich in mir nähren kann.

Möge ich fähig sein, frisch, gefestigt und frei zu leben.

Möge ich frei sein von Anhaftung und Ablehnung

nicht aber Gleichgültig.

(Thich Nhat Hanh)

Es passiert sehr leicht, dass wir sehr kritisch mit uns selbst umgehen und streng mit uns selbst sind. Dann werden wir auch unfreundlich mit uns selbst.

Dies macht uns jedoch nicht glücklich.

machs mal anders: Buddha nannte es Metta, die allumfassenden Herzensgüte. Wir können uns jeden Moment darin üben. Bedingungslose Liebe zu uns selbst und zu allen Wesen zu kultivieren. Bilde dazu einfach einen Satz mit „Möge ich,…“. (Sage ihn dir so oft wie möglich vor. bis du das Gefühl hast das es vom Kopf ins Herz gewandert ist.)

Meditation der Liebe

Möge ich friedvoll, glücklich und gelöst sein

in Körper und Geist.

Möge ich frei sein von Verletzung und Kränkung.

Möge ich frei sein von Wut, Verstrickung,

Furcht und Ängstlichkeit.

Möge ich lernen, mich selbst mit den Augen der Liebe

und des Verstehens zu betrachten.

Möge ich fähig sein, die Samen der Freude

und des Glücks in mir zu erkennen und zu berühren.

Möge ich lernen, die Quelle von Ärger, Verlangen

und Täuschung in mir festzustellen und zu erkennen.

Möge ich erfahren, wie ich Samen der Freude

täglich in mir nähren kann.

Möge ich fähig sein, frisch, gefestigt und frei zu leben.

Möge ich frei sein von Anhaftung und Ablehnung

nicht aber Gleichgültig.

(Thich Nhat Hanh)

Die Wiener Linien warnt mit ihrer Durchsage den Obdachlosen und Bettlern kein Geld zu geben. Man soll lieber die anerkannten Hilfsorganisationen unterstützen.

Würde es für die Menschen Hilforganisationen geben, dann müssten die doch nicht betteln. oder hab ich da was falsch verstanden?

machs mal anders: Gebe das was du geben kannst und wenn es eine Münze ist. Probier mal aus immer etwas zu geben. Ich finds spitze.

schau doch auch die neue MO an oder noch besser: kaufe sie bei einer/m MO-KolporteurIn.