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Mein Weg als Bloggerin

Mein Weg als Bloggerin begann mit einem einscheidenden Erlebnis: Es war Ende 2011. Ich war das erste Mal schwanger und der Arzt teilte mir mit, dass sich kein Embryo entwickelt hat. Er empfahl mir, gleich ins Spital zu gehen und eine Ausschabung der Gebärmutter machen zu lassen. Weiterlesen

Gewohnheiten sind wie Kleidungsstücke

„Wir bringen gewohnheitsmäßiges Handeln mit Sicherheit, Halt und Trost in Verbindung. Es gibt uns das Gefühl etwas
festhalten zu können. Unsere Gewohnheit besteht darin, in Bewegung zu sein, zu hasten, mit uns selbst zu sprechen und die Leere zu füllen. Aber Gewohnheiten sind wie Kleidungsstücke. Man/Frau kann sie anziehen, und man/frau kann sie Weiterlesen

Freiwillige Einfachheit – Teil 1

Foto: © Kathrin Sieder

Lifestyle of Voluntary Simplicity (LOVOS)

Lebensstil der Freiwilligen Einfachheit

Mach es anders als die konsumorientierte Überflussgesellschaft:

  • Verzichte auf überflüssigen Konsum (was begehrst du und was brauchst du wirklich?)
  • Befreie dich von Konsumgüter die du hast (gib sie zB in den Kost Nix Laden)
  • Wie beeinflussen dich die Medien? (gib vielleicht deinen Fernseher weg)
  • Entwickle deine eigene Persönlichkeit (nimm dir Zeit für dich)

zu viel vs. zu wenig

Wann hab ich zu viel?

Wann hab ich zu wenig?

Wie viel hast du eigentlich was du nicht brauchst?

schau mal wie viel du im Außen hast und dann schau wie viel du im Innen hast.

mach es anders: nimm dir Zeit und Räum deine Wohnung aus. Verschenke alles was du nicht mehr brauchst. Gib her und übe dich im geben. Loslassen ist eine gute Übung und befreit dich selbst. Hafte nicht an Materiellen Dingen an. Versuche dich Stück für Stück davon zu befreien.

Diese Übung befreit dich von den Dingen im Außen und macht dich voller im Innen.

Mehr input von Ursula Lyon zum Thema „Zuviel“.

zwei Wörter die dich begleiten – Metta (Teil 6)

Oft wünsche ich mir friede und freude in mir zu spüren oder gelassen und gelöst zu sein.

Ich nehme mir zwei Wörter für einige Zeit lang (1 Monat oder länger) und sage mir sie immer wieder vor:

zB: „Kathrin loslassen und sein lassen.“

mach es vielleicht so: fühl in dich hinein, was du gerade benötigst und trage diese Wörter in dir. Kultiviere das in dir, was du leben möchtest. fallen dir jetzt gerade keine Wörter ein, vielleicht hilft dir folgende Liste:

loslassen, seinlassen, ich bin bei mir, jetzt, frei, gelassen, entspannt, frisch, vertrauen, dankbar, freude, fülle, fokussiert, gefestigt, …

ich freue mich, wenn du im Kommentar weitere Wörter zur Verfügung stellst.

Foto: Shaohui He

Sehnsucht – stark genug => Veränderung

Im Brennstoff aus dem Jahr 2010, hab ich einen wundervollen Artikel über die Sehnsucht entdeckt.

Sie ist ausgebrochen und hat es anders gemacht:

Sehnsucht

wenn sie nur stark genug ist

ist ein Treibsatz für Veränderung

von Ursula Baatz

Anjamma war sechs, als ich sie das erste Mal sah. Sie lebte mit ihrer Mutter in einem Sechs-Quadratmeter-Hütte in einem Dorf nach indischen Begriffen. Ihre Freundin war seit ein paar Monaten in der 150 km entfernten Sechs-Millionen Stadt Hyderabad, lebte dort in einem Hostel und ging zur Schule. Anjamma erklärte, dass sie in die Stadt fahren wollte, um lesen zu lernen. Ihre Mutter war dagegen – sie ist eine Dalit-Frau und lebte im Dorf als eine Art Sakralprostituierte – unter Tags ist sie „unberührbar“, doch nachts berührbar ohne Entgelt, sodass sie sich mühsam von Betteln und schwerer körperlicher Arbeit ernähren muss. Die Tochter sollte dableiben. Als wir am Abend von dem Dorf nach Hyderabad zurückfahren wollten, stand Anjamma beim Auto. Sie trug das einzig schöne Kleid, das sie besaß, doch ihre Füße waren nackt, da sie keine Schuhe hatte. Sie beharrte darauf mitzufahren. Sie wollte lesen und die Sehnsucht danach trieb sie in die unbekannte Stadt. […]

In der Zwischenzeit ist Anjamma gewachsen, weil sie und ihre Freundinnen in dem Hostel dreimal täglich ein anständiges Essen bekommen, weil Freunde in Europa für Hostel und Schule aufkommen. Sie besucht jetzt die dritte Klasse Volksschule, spricht etwas Englisch und ist ein hervorragende Trommlerin. In ihren Augen ist immer noch eine große Sehnsucht, aber da ich nicht Telugu spreche, kann ich sie nicht fragen wonach sie sucht.

Ich hab den Mut dieses kleinen Mädchen sehr bewundert – ihre Entschiedenheit, mit der sie dem Antrieb ihrer Sehnsucht folgte, als sich die Gelegenheit dazu bot. […]

Sehnsucht kann ein Sprengsatz für Veränderung sein, wenn man oder frau sich darauf einlässt.

Wohnach sehnst du dich, wenn du Sehnsucht hast?

Konsumverzicht

Am Samstag war ein Artikel im Standard zu der Frage „Ist Konsumverzicht der Weg aus der Krise?“

Vielleicht macht dir dieser Absatz lust den Artikel zu lesen.

mach es anders: 

„Es ist der Konsument mit seiner Unersättlichkeit, seiner nie zu stillenden Begierde nach „Wohlstand“, nach immer mehr, immer neuen Produkten und Dienstleistungen. Wenn wir die Krise überwinden wollen, müssen wir uns von dem Wachstumswahn befreien und lernen, wieder bescheidener zu leben. Statt Fernseh- oder Videokonsum oder Urlaub in der Karibik sollten wir selbst musizieren und die heimische Natur erwandern.“

„Durch die Art, wie sie sich kleiden, wohnen, den Urlaub verbringen usw., möchten die Konsumenten sich selbst in einer bestimmten Weise darstellen und suchen rückwirkend nach Selbstbestätigung durch diese Inszenierungen. Anders als materielle Bedürfnisse scheint der Hunger nach solchen Inszenierungen in der Tat grenzenlos zu sein.“

Der Artikel  „Wie gut bin ich?“ von Ursula Lyon in Ihrem Wegbegleiter ist für mich zu diesem Thema ein empfehlenswerter Input.

„Der Konsum bietet die Möglichkeit, mich nicht nur als derjenige darzustellen, der ich bin, sondern auch der ich sein möchte. „

„Was Schopenhauer über das Geld gesagt hat – wie beim Seewasser werde man umso durstiger, je mehr man davon trinke – gilt auch für den symbolischen Konsum.“

Dust – Staub einmal anders

So kann der Staub auch aussehen: von KLAUS PICHLER

er macht es anders: Ich war bei der Eröffnung von der Fotoausstellung von Klaus Pichler in der Anzenberger Gallery.

Schau dir seine Bilder selbst in der Anzenberger Gallery an. Auch so kann Staub aussehen.

mach es anders: Ich finde es schön mich darin zu üben Dinge anders zu sehen. Beleuchten wir etwas näher, so wie es Klaus gemacht hat können wir die Details erkennen. Egal wo und wie wir es in unserem Leben machen, wenn wir uns Zeit nehmen und näher hinschauen, dann können wir die Details erkennen.

So ist es auch für mich bei Ereignissen in meinem Leben, die ich nicht erleben wollte. Nehme ich mir Zeit und befasse mich mit dem unangenehmen Ereignis, dann kann ich darin die Details erkennen und es führt mich auf neue Wege und das scheinbar Unansehnliche wird ansehnlich.